Wissen & Forschung

Die Prävalenzzahlen für Übergewicht und Adipositas sind in den letzten Jahren in den westlichen Industrienationen kontinuierlich gestiegen. Ursache dafür sind unter anderem lebensstilabhängige Faktoren, wie Nahrungsüberfluss und Bewegungsmangel. Damit einher geht ein höheres Risiko der Mortalität und Morbidität sowie das Risiko für Sekundär- bzw. Begleiterkrankungen. Unerwünschte Konsequenzen, wie Diabetes mellitus Typ 2 oder verschiedene Herz-Kreislauferkrankungen, sind in diesem Zusammenhang als häufige Risiken zu nennen. Kinder haben ein höheres Risiko bei Persistenz der Adipositas bis ins Erwachsenenalter.

Vor dem Hintergrund steigender Prävalenzzahlen und zunehmender ökonomischer Belastung für das Gesundheitssystem erhöht sich die Nachfrage nach wirksamen und effizienten Präventionsmaßnahmen für die gesamte Bevölkerung. Die Adipositas gilt derzeit als eine der größten Herausforderungen für die Public Health.

Bei Kindern zählt Übergewicht zu den häufigsten metabolischen und ernährungsbedingten Erkrankungen. Die Prävalenzzahlen sind nach Ahmad seit den letzten 30 Jahren deutlich gestiegen. Der von der WHO im Jahr 2004 veröffentliche Report zu Childhood Obesity, belegt einen kontinuierlichen Anstieg der Übergewichts- und Adipositasprävalenz bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die prospektive Kohortenstudie IDEFICS untersuchte das Gewicht von Kindern im Kindergartenalter und kam darin zu einem Ergebnis von 9 % Übergewicht und 3 % Adipositas.

Quelle:
Roth, Kristina (2015): Ernährungs- und bewegungsbezogenen Präventionsprojekte in Deutschland - eine systematische Analyse von Evaluationsergebnissen zu bundes- und landespolitischen Interventionen. Masterarbeit im Studiengang Ernährungswissenschaften. Justus-Liebig-Universität Gießen.